Das Millionengrab

Oder auch Kathedrale des Mülls? Kann man sehen wie man möchte, aber es trifft beides zu.

Auf jeden Fall ist es schon faszinierend, wenn man weiß das diese Anlage Ende der 90er Jahre für immerhin 125 Millionen D-Mark errichtet wurde.

Schon beim Bau und bei den ersten Testläufen gab es unzählige Probleme aller Art, die am Ende sogar zu einem schweren Unfall und dem Austritt von Schwefelgas führten, wodurch mehr als 70 Menschen verletzt wurden. Nach diesem Zwischenfall wurde die Anlage nie mehr in Betrieb genommen. Verwertbares wurde ausgebaut, und einem neuen Zweck zugeführt.

Seit dieser Zeit steht sie nun leer, und wartet auf eine neue Nutzung die sich aber angesichts des doch recht speziellen Gebäudekomplexes kaum mehr finden wird.

Mehr als 8 Stockwerke hoch war das schon ein beeindruckender Anblick als wir vor der ehemaligen Schwelbrennanlage standen.

Im Inneren bot sich uns ein geradezu unglaubliches Gewirr aus Rohren, Pumpen, Ventilen, Anzeigegeräten und vielen anderen Dingen, von denen wir größtenteils nicht mal annähernd erraten konnten für was selbige wohl mal gut waren.

Da die ganze Technik so gut wie nicht genutzt wurde, sah vieles noch aus, als wenn es gestern erst installiert wurde.

Uns beschlich auch der Gedanke, das die Anlage einfach aufgegeben wurde, weil sich niemand mehr wirklich ausgekannt hat. Wenn man es genau nimmt war es wohl auch so…

In Groß gibt’s die Bilder natürlich auch wieder im zugehörigen Album auf flickr.

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  • Das Olympische Dorf von 1936
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2 Comments. Leave your Comment right now:

  1. Sehr sehr interessant. Als Liebhaber von großen Industrieruinen muss ich mir das wohl auch mal anschauen und die weite reise auf mich nehmen. Ist mal was anderes, als die ganzen verfallenen Ost-Komplexe 🙂

    Danke für den guten Beitrag

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