Das Olympische Dorf von 1936

Mit einem guten Frühstück sollte der zweite Tag unseres Urbex-Wochenendes zusammen mit Jochen und Ute Bake, Jörg Schleicher, Alex Stöhr, Bernd Schlegel und Sven Knobloch im August 2016 in der Berliner Umgebung beginnen.

Das Wetter sah auch für diesen Tag vielversprechend aus. War auch gut so, denn es stand zu erwarten das wir auch heute viel Zeit im Freien verbringen würden.

Aber wohin sollte es eigentlich gehen? Es stand etwas mit viel Geschichte auf dem Programm…

Das Olympische Dorf von 1936. Eigentlich ist es ja kein richtiger Lost Place. Das Gelände wird von einer Stiftung betreut und kann offiziell besichtigt werden.

Es wurde vor den Olympischen Spielen von 1936 errichtet, mit dem Hintergedanken, es danach einer militärischen Nutzung zuzuführen, was auch so geschah.

Nach dem Ende der Spiele zog dort eine Infanterieschule und ein Militärhospital ein. Nach Ende des Krieges wurde das Areal von den Sowjets übernommen, und bis Anfang der 90er Jahre als Militärsportstätte genutzt. Danach ging das Olympische Dorf an das Land Brandenburg. Aktuell kümmert sich die DKB-Stiftung um den Erhalt des Areals.

Ich hatte für uns die Fotografenführung gebucht, was den Vorteil hat, das man auch in die Gebäude kommt, und dort nach Belieben Fotos machen kann.

Nachdem wir unser Gepäck verladen hatten, ging es also von unserem Hotel im Zentrum Berlins in Richtung Wustermark. Knapp über eine halbe Stunde Fahrt am Sonntagmorgen durch Berlin. Überraschenderweise kaum Verkehr.

Falls ihr euch das selbst mal ansehen wollt, gibt’s hier gleich mal die Karte:

Infos findet man auf der Website der DKB-Stiftung, welche das Areal auch betreut. Natürlich kostet das ein paar Euro, aber die Eintrittspreise empfand ich als äußerst fair, wenn man bedenkt, dass man sich auf der mehrere Hektar großen Anlage den kompletten Tag völlig frei bewegen kann.

Um 9:00 waren wir pünktlich vor Ort, und in diesem Moment stand auch schon unser Führer Hr. Schreiner parat. Ein Dank nochmal für die hochinteressante Führung, und die vielen Hintergrundinfos.

Die Fotografenführung dauerte 3 Stunden, während denen wir viele tolle Eindrücke ablichten konnten, und auch jede Menge über diesen geschichtsträchtigen Ort erfuhren.

Danach nutzten wir noch bis in den Nachmittag hinein die Gelegenheit, um auch die Außenbereiche auf unsere Sensoren zu bannen.

Am frühen Nachmittag traten wir dann den Weg nach Hause an, den wir noch mit einer kurzen Kaffeepause versahen.

Ein klasse Wochenende mit tollen Leuten. Mir hat es viel Freude gemacht!

Anbei noch die besten Eindrücke aus dem Olympischen Dorf, alternativ wie gewohnt auch auf flickr.

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  • Das verlassene Sägewerk
    Das verlassene Sägewerk
  • Ab in den Knast
    Ab in den Knast
  • Zu Gast bei Hr. Lenin
    Zu Gast bei Hr. Lenin
  • Der Textilkontor
    Der Textilkontor

2 Comments. Leave your Comment right now:

  1. Eine gemeinsame Tour mit euch ist jedes Mal ein Erlebnis. Besonders freue ich mich auf eure Bilder. Erstaunlich ist es immer wieder, wie jeder einzelne von uns ganz andere Bilder mitgebracht hat, obwohl wir so gut wie immer an der selben Stelle standen. Applaus für deine Bilder

    • Vielen Dank Jochen.
      Wäre ja auch schlimm, wenn jeder die gleichen Bilder nach Hause bringen würde, oder?
      Das ist doch mit das schöne an der Fotografie. Alles auf der Welt ist wahrscheinlich schon tausend mal fotografiert worden, aber trotzdem ist kein Foto wie das andere.
      By the way, ich hab da schon was im Hinterkopf für eine weitere Fototour…

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